Vor der Ankunftshalle fanden wir unseren Guide, der sich
als ‚Vhabi‘ vorstellte. Schön langsam kamen auch die anderen Teilnehmer unsere
Reisegruppe. Nur zwei Damen fehlten. Bei der einen ging der Koffer verloren und
es dauerte einige Zeit, bis sie alle Formalitäten erledigt hatte. Jetzt hofft
sie, dass ihr Gepäck bald nachgeliefert wird.
Wir wurden nun zu einem Kleinbus gebeten und fuhren
zuerst in die Innenstadt von Tirana. Tirana ist die Hauptstadt Albaniens, hat
ca. 500.000 (Stadt), über 900.000 im Ballungsraum und liegt im Zentrum
Albaniens, nahe dem Fluss Lana.
Archäologische Funde belegen Besiedlungen seit der Antike
in der Umgebung. Tirana wurde 1614 von dem osmanischen General Sulejman Pascha
als Siedlung mit Moschee, Bad und Basar gegründet und ist seit 1920 offiziell
Hauptstadt Albaniens. Unter Enver Hoxha wurde Tirana zum politischen Zentrum
des kommunistischen Regimes. Es entstanden große Plattenbauten, breite
Prachtstraßen und monumentale Gebäude. Religiöse Gebäude wurden vielerorts
zerstört oder zweckentfremdet. Mit dem Ende des Kommunismus begann ein rasanter
Wandel. Tirana wurde modernisiert, viele Gebäude bunt gestrichen und neue,
westlich geprägte Bauprojekte umgesetzt. Die Stadt hat sich zu einem
kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Region entwickelt.
Aus den abgedunkelten Fenstern unseres Busses heraus, konnten wir
erste Eindrücke der Stadt sammeln.




Zuerst besuchten wir den Skanderbeg-Platz. Dies ist das
kulturelle und politische Herz der Stadt und wird von zahlreichen bedeutenden
Gebäuden umgeben, darunter das Tirana International Hotel, die Et'hem-Bey-Moschee,
der Uhrturm, das Historische Nationalmuseum und mehrere Ministerien.
Die Auferstehungskathedrale ist die zentrale Kirche der albanisch-orthodoxen Kirche und
befindet sich im Herzen von Tirana. Sie wurde am 24. Juni 2012 eröffnet und
zählt zu den größten orthodoxen Kirchen auf dem Balkan. Das Hauptgebäude
besitzt eine 26 Meter
breite Kuppel, die 23 Meter
hoch ist. Daneben steht ein 46 Meter
hoher Glockenturm.
Wir schlenderten weiter durch die Innenstadt und lernten
dabei Tirana kennen als sehr saubere Stadt mit vielen Grünflächen und einigen
Bezügen zu Österreich, wie einige Würstelstände und ein Rogner Hotel.
Bemerkenswert war auch das ‚Postbllok-Checkpoint-Memorial‘
im Gedenken an die kommunistische
Herrschaft mit folgenden Objekten.
Betonträger aus dem Spaç-Gefängnis: Diese stammen aus dem
berüchtigten Arbeitslager Spaç, in dem politische Gefangene unter harten
Bedingungen inhaftiert waren.
Bunkeranlage: Ein typischer Ein-Mann-Bunker aus der Zeit
des Diktators Enver Hoxha, der Teil eines landesweiten Netzwerks von über
173.000 Bunkern war. Diese Bunker wurden in den 1960er Jahren errichtet, als
Albanien sich von der Sowjetunion abwandte und eine Invasion befürchtete.
Segment der Berliner Mauer: Ein 2,6 Tonnen schweres, mit
Graffiti bedecktes Fragment der Berliner Mauer, das von der Stadt Berlin als
Geschenk an Tirana übergeben wurde.
Nun wurde es Zeit in unser ‚Te Stela Hotel‘ zu fahren. Dies
ist nicht nur ein einfaches Hotel, sondern ein Sport- und Wellness-Hotel, mit
einer großen Poolanlage außen, aber auch im Inneren. Praktischerweise ist auch
gleich eine Brauerei an das Hotel angeschlossen.
Dort wurden wir schnell eingecheckt und bekamen ein riesiges
Zimmer mit zwei Doppelbetten, einem Einzelbett, einer Ausziehcouch, einem Fauteuil
und einem Schreibtisch.
Da wir erst um 19:00 von der Stadtrundfahrt zurückkamen
und für 19:30 das Abendessen angesagt war, blieb nicht viel Zeit, um das Zimmer
genießen zu können. Wir packten nur das notwendigste aus, um dann gleich
Abendessen zu gehen.
Der Speisesaal war schön dekoriert und das Essen war auch
gut. Es gab griechischen Salat, Penne Carbonara, Hühnerfilet, Obst und
ausgezeichnetes Bier.
Auf dem Weg zurück in unser Zimmer konnten wir noch die
Hotelanlage bei Nacht genießen.
Unsere heutige Tagestour in Tirana: